Projekte

bioCO2nvert

Implementierung eines bedarfsgerechten Power-to-Gas Konzeptes in CO2 emittierende Fermentationsanlagen

Das Ziel des interdisziplinären Forschungsvorhabens bioCO2nvert ist der Nachweis des wirtschaftlichen Betriebs einer biokatalytischen Power-to-(Methan)Gas Anlage anhand des konkreten Fallbeispiels an einer der größten europäischen Bioethanol-Anlagen, indem ein in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit und technischen Voraussetzungen sehr potenter Industriestandort analysiert wird.

Das Projekt wird gefördert durch

Ziele

Die Idee: Strom aus Wind-und Sonnenenergie wird per Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt. Dieser wird mit Hilfe von Kohlenstoffdioxid in Erdgas überführt.

Am Innovation Land Lab am Innovationszentrum Dörentrup wird ein Solarladecarport für E-Autos betrieben. Die Power-to-Gas Anlage der TH OWL ist mit diesem gekoppelt und produziert Wasserstoff aus dem überschüssigen Solarstrom.

Eines der langfristigen Ziele des bioCO2nvert Projektes ist es, wirtschaftliche Ansätze für eine biokatalytische Power-to-(Methan)Gas-Anlage als Pilot-und Demonstrationsprojekt zu erarbeiten. Schon seit über 8 Jahren forscht die Technische Hochschule OWL bereits an verschiedene Methoden der CO2 Nutzung. Eine bereits im Labor erforschte Schlüsseltechnologie ist die biokatalytische Methansierung. Der Wassersoff wird mit Kohlenstoffdioxid (CO2) in einem Bioreaktor von speziellen Mikroorganismen (Archaeen) in einspeisefähiges Methan (Erdgas) umgewandelt.

Die Pilotanlage soll die nötigen Anforderungen an einem dynamischen Betrieb erfüllen um bestmöglich auf den volatil auftretenden Strom aus Erneuerbaren regieren zu können. Vorstellbar ist der Betrieb zum Beispiel auch im landwirtschaftlichen Bereich mit Biogas- und PV-Anlagen.

Wenn nämlich biogenes CO2 z.B. aus der alkoholischen Gärung von Alkohol oder aus Biogasanlagen genutzt, ist dieses Verfahren nahezu klimaneutral. Mit dieser sektorenübergreifenden Systemlösung wird somit ein wichtiger Beitrag für die Speicherung von erneuerbaren Strom geleistet und ist aufgrund der sehr guten Gasinfrastruktur sehr systemdienlich.

 

Der Projektleiter ist Prof. Jan Schneider vom Institut für Lebensmitteltechnologie ILT.NRW

Vorteile auf einen Blick

Durch die erhöhte Einspeisung von Erneuerbaren Energien wird das Stromnetz belastet und verursachte allein 2018 Kosten von rd. 1,5 Mrd. Euro um das Stromnetz durch Regelleistungen stabil zu halten.

Aufgrund der allgemeinen Lage ist es im letzten Jahr leider zu Verzögerung bei der Fertigstellung gekommen. Nun befindet sich die Installation jedoch auf der Zielgraden, so dass die Inbetriebnahme voraussichtlich bald erfolgt.

Kontakt

Innovation Land Lab
Energiepark 2
32694 Dörentrup

Timo Broeker

timo.broeker@th-owl.de
05231 6211572

Technische Hochschule OWL

Campusallee 12

32657 Lemgo

Christian Dulleck

christian.dulleck@th-owl.de
05231 621157