Infos zur Veranstaltung Balkon- bzw. Stecker-Photovoltaik für alle!

Als „Stecker-Solar-Gerät“ oder „Balkon-Solarmodul“ werden kleine Photovoltaiksysteme bezeichnet, die im einfachsten Fall an normale Steckdosen im Haushalt angeschlossen werden sollen. Die kleinen Anlagen erzeugen zum Beispiel auf dem Balkon genug Energie, um Dauerverbraucher wie Kühlschrank und Stand-By-Funktionen zu versorgen. Sogenannte Stecker-Solar-Geräte dürfen in Deutschland unter bestimmten Bedingungen Strom direkt ins Stromnetz der Wohnung einspeisen.

Den Vortrag zur Veranstaltung vom 15.05. finden Sie hier: 2019-05-09 Stecker-Solar-Gerät Matthias Ansbach

Weitere Informationen:

https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/erneuerbare-energien/steckersolar-solarstrom-vom-balkon-direkt-in-die-steckdose-8189

https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/erneuerbare-energien

https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/erneuerbare-energien/solarstromanlage-gewaehrleistung-garantien-vertraege-versicherung-6700

Europa konkret

Die Europäische Union steht für viele in erster Linie für bürokratische Hürden und undurchsichtige Behördenstrukturen. Aber Europa ist ein Erfolgsmodell und das gerade für den ländlichen Raum.
Die Europäische Union stärkt durch diverse Förderprogramme gezielt und systematisch den ländlichen Raum und gibt so wichtige Impulse für die ländliche Entwicklung. Unter Federführung der LEADER Region Nordlippe wurde über konkrete Projekte informiert, die mithilfe von EU-Mitteln umgesetzt werden konnten.

Borris Ortmeier, Geschäftsführer der LEADER Region Nordlippe, moderierte den Abend. Er machte dabei die Vorzüge der EU deutlich und verwies auf unzählige Erfolge der europäischen Zusammenarbeit. Die Veranstaltung fand im Innovationszentrum Dörentrup statt. Hier sind diverse Projekte mit einem direkten Europabezug beheimatet.

„Wir haben uns gedacht, dass gerade in der Zeit vor einer wichtigen Wahl wie der zum Europäischen Parlament deutlich werden muss, was uns Europa vor Ort bringt und welchen Bezug wir direkt zu Europa haben“, betonte Borris Ortmeier auf dessen Initiative die Veranstaltung stattfand.

Neben Projekten aus der LEADER-Region Nordlippe stellte auch das Zukunftsbüro des Kreises Lippe EU-Projekte vor. Projektleitern Ann-Kathrin Habighorst informierte über die bisherigen Erfolge des Projektes Smart Country Side, welches die Kreise Lippe und Höxter gemeinsam durchführen. Im Projekt geht es darum, Digitalisierung im ländlichen Raum zu nutzen.

Thekla Merford, ebenfalls vom Zukunftsbüro des Kreises Lippe informierte über die Ansätze des Projektes Feedback, welches mit sieben Partner aus sieben unterschiedlichen EU-Ländern umgesetzt wird. Im Projekt geht es darum, mittels spielerischer Aspekte und einem interaktiven Wettbewerb die Nutzer zu einem effizienteren und ressourcenschonenderen Energieverbrauch zu bringen.

Borris Ortmeier stellte einige der aktuell laufenden LEADER-Projekte der Region Nordlippe vor. Die Region Nordlippe, die aus der Stadt Barntrup und den Gemeinden Dörentrup, Extertal und Kalletal besteht, kann in der aktuellen EU-Förderperiode Projekte mit mehr als zwei Millionen Euro unterstützen. „Bei den Projekten zeigt sich die Vielfältigkeit der Region. Wir fördern neben konkreten Personalstellen, die Erstellung von Zukunftskonzepten bis hin zum Bau von Gemeinschafts- und Naherholungseinrichtungen“, betonte Ortmeier.

Den Abschluss gestaltete Dr. Sabine Weck in dem sie das Projekt Relocal des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsplanung aus Dortmund vorstellte. Im Rahmen des Projektes werden aktuell laufende Förderprojekte in der EU begleitet. Es wird untersucht, ob durch verstärkte Bürgerbeteiligung die Förderpolitik der EU auch in Zukunft noch effektiver aufgebaut werden kann.

Das „digitales Dorf in der Tasche“ – Smart Country Side veröffentlicht App

BUZ: Präsentieren gemeinsam die DorfFunk-App: (v.l.) Ann-Katrin Habighorst (Projektleitern SCS beim Kreis Lippe), Heino Rinne (1. Vorsitzende der der Dorfgemeinschaft Rott-Hagendorf-Nösingfeld), Sandra Dalbke (Modellgemeinde Dörentrup), Landrat Dr. Axel Lehmann, Steffen Hess (Frauenhofer IESE), Thorben Mense (Modelldorf Lemgo Süd), Georg Müller (Modelldorf Lemgo Süd) und Burghard Menzel (Modelldorf Lemgo Süd).

Die Bewohner der Modelldörfer des Projekts Smart Country Side können nun auch das „digitale Dorf in der Tasche“ tragen. Nach Webseiten für die einzelnen Dörfer ist nun auch die App veröffentlicht und steht unter dem Namen „DorfFunk-App“ für den Download bereit. Bei der Veranstaltung „Zukunft Dorf – Gemeinsam in ein digitales Morgen“ im Innovationszentrum in Dörentrup wurde nun die App präsentiert.

Den Dorfbewohnern war seit Projektstart stets der digitale Wandel im Dorf wichtig, indem sie selbst mitbestimmten. Größter Wunsch dabei: Mit Hilfe der Digitalisierung die Kommunikation im Dorf und unter den Dörfern verbessern. Daher besuchten viele Bürger aus den Modelldörfern die Auftaktveranstaltung, um die „DorfFunk-App“ kennenzulernen. Sie waren aktiv bei der Auswahl des Anbieters eingebunden und haben viel Zeit und Engagement in die Aufbereitung der Websites eingebracht, um die nötigen Strukturen im Dorf aufzubauen.

Von so viel Einsatz und Hilfsbereitschaft ist auch Landrat Dr. Axel Lehmann beeindruckt und sprach den Ehrenamtlichen einen besonderen Dank aus: „Eine Stärke des ländlichen Raums ist die Begeisterung, gemeinsam etwas zu erreichen. Das Ergebnis ist wirklich toll. Die ‚DorfFunk-App‘ bietet einen völlig neuen Kommunikationskanal, um als Verein oder Privatperson Informationen auszutauschen und sich dorfübergreifend zu vernetzen. Die Akteure haben die Chancen von SCS ergriffen und tragen zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Kreises Lippe und seiner Dörfer.“

Seit Anfang April können nun die Bewohner der Modelldörfer Lemgo-Süd, Lipperreihe, Billerbeck, Brakelsiek, Elbrinxen und Eschenbruch sowie in den Modellgemeinden Dörentrup und Extertal kostenlos die App herunterladen. Die App informiert über Veranstaltungen oder News in der Nähe und es besteht die Möglichkeit, auf der Pinnwand Suche- und Biete-Anzeigen aufzugeben. Ein Chat ermöglicht den digitalen Dorfplausch mit Mitbürgern. Und zwar nach deutschen Datenschutzrichtlinien, genauso wie es sich die örtlichen Akteure gewünscht haben.

 Weitere Dorfabende in den beteiligten Modelldörfern im Kreis Lippe folgen: Dabei wird Bürgern die Kommunikationsplattform nocheinmal speziell für ihr Dorf vorgestellt. „Wir wollen die Bürger digital miteinander vernetzen und bieten ihnen Anleitung und Hilfestellung für ihre Kommunikation auf der Plattform,“ so Ann-Kathrin Habighorst, Projektleitern SCS beim Kreis Lippe. Die „DorfFunk-App“ lebt dabei von den Inhalten. „Je mehr mitmachen, desto besser“, ergänzt Heino Rinne, 1. Vorsitzende der der Dorfgemeinschaft Rott-Hagendorf-Nösingfeld. Er ist sich ziemlich sicher, dass die App den Nerv der Zeit trifft. „Es geht uns darum, dass wir uns dorfübergreifend helfen und Informationen austauschen können und somit die sorgende Gemeinschaft digital unterstützt wird“.

 So gelingt die Installation der „DorfFunk-App“

Die „DorfFunk-App“ kann im App Store oder im Google Play Store heruntergeladen werden. Nach der Installation müssen sich die Nutzer einmalig mit einem Bild und Klarnamen registrieren. Mit der Angabe der Heimatadresse und der sogenannten „Empfangsstärke“ kann jeder sein Heimatdorf einstellen und auswählen, aus welchem Radius Informationen angezeigt werden sollen. So kann jeder Bürger ganz individuell festlegen, inwieweit er Nachrichten aus anderen Dörfern empfangen möchte.

 Über das Projekt Smart Country Side (SCS)

Smart Country Side ist ein mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (Efre) gefördertes Kooperationsprojekt der Kreise Lippe und Höxter und eines von 10 Projekten des Handlungskonzeptes „OWL 4.0“. Zusammen wollen die Akteure die digitale Transformation in Ostwestfalen-Lippe voranbringen und die Zukunftschancen der Region sichern. Weitere Informationen sind auf der Webseite www.owl-morgen.de veröffentlicht.   

Projektmitarbeiterin/ Projektmitarbeiters (w/m/d) gesucht

Für das LEADER-Projekt „Rebirth active school village“ sucht der Kreis Lippe eine/n Projektmitarbeiter/in (m/w/d).

Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie unter folgendem Link: Stellenausschreibung

Auszug aus der Stellenauschreibung:

Im Fachbereich Kreisentwicklung ist im Zukunftsbüro die Stelle einer/eines

Projektmitarbeiterin/ Projektmitarbeiters (w/m/d)

im Innovationszentrum in Dörentrup zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet für 2 Jahre zu besetzen.

Mit dem Bewegungsprogramm Rebirth active school möchten wir nachhaltig die Gesundheit von Schülern und Lehrern fördern. Die Verbindung von Unterricht und körperlicher Aktivität sowie die Zusammenarbeit mit der MHH ist eine einmalige Möglichkeit einen anderen Blick auf Schule zu werfen und den Unterricht innovativ weiterzuentwickeln. Weitere Infos zu dem Projekt Rebirth active school finden Sie der Rubrik Projekte.

Der Dorfteich lebt….

 

 

Der Verein Tiere im Dorf e. V. legt mit LEADER Projekt los

Der Dorfteich füllt sich langsam wieder mit Wasser und die neuen Uferbefestigungen lassen erahnen, wie das zukünftige Areal rund um den Dorfteich in Schwelentrup zukünftig zum Verweilen einladen wird. Unweit des ehemaligen Forsthaues des Landeverbandes ist die Teichanlage gelegen, die im Rahmen des Förderprogramms LEADER entsteht. Die Arbeiten an der Teichanlage sind weitestgehend abgeschlossen.
Aufgrund eines von der Bezirksregierung Detmold zum Ende letzten Jahres bewilligten vorzeitigen Maßnahmebeginns, konnte der Verein Tiere im Dorf e. V. mit den Arbeiten am Teich beginnen. „Bei den Arbeiten kam uns der trockene Sommer zugute, sodass der Teich nach dem das Wasser abgelassen wurde durchtrockenen konnte“, so Dr. Rudolf Diekmeier bei einem Ortstermin. Mit schwerem Gerät wurden über 2.000 Kubikmeter Erde aus dem Teich gefahren. Nun finden Besucherinnen und Besuche eine Teichanlage vor, die mit ihren neuen abgeflachten Uferbefestigungen, vorher bestehenden Gefahren des Hineinfallens verhindert.
„Im Teich sollen in den kommenden Monaten Edelkrebse angesiedelt werden“, so Diekmeier der Vorsitzender des Vereins Tiere im Dorf e. V. ist. Nun freute sich der Verein, dass der offizielle Förderbescheid der Bez. Reg. Detmold durch Herrn Jens Kronsbein übergeben wurde. „Das ehrenamtliche Engagement ist Vorbildhaft, so konnte Schwelentrup in den vergangenen Jahren in erheblicher Weise von LEADER-Fördermitteln profitieren“, lobte Kronsbein, der sich vor Ort einen Überblick des Projektes verschaffte.

Die Europäische Union fördert das Projekt „Dorf der Tiere 2.0“ mit knapp 42.000 EUR, das Land NRW steuert weitere 10.500 EUR bei. Auch die Gemeinde Dörentrup beteiligt sich an den Kosten für die Umsetzung der Maßnahme.
„Die EU investiert über das LEADER-Programm zum wiederholten Male in Dörentrup. Wir freuen uns über die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union und des Landes NRW und sind uns sicher, dass hier eine nachhaltige Investition zu Stärkung des ländlichen Raumes stattfindet“, ist sich Friedrich Ehlert Vorsitzender der LAG Nordlippe und Bürgermeister der Gemeinde Dörentrup sicher.
Insgesamt hat das Projekt einen Umfang von rund 80.000 EUR und soll im Jahr 2019 umgesetzt werden.
Neben der Schaffung einer Dorfteichanlage sind im Projekt die Errichtung eines Bienenlehrpfades inkl. eines Bienenhauses, die Erweiterung des bestehenden Wildgeheges in direkter Nachbarschaft zum Dorfteich und die Schaffung einer frei zugänglichen Toilettenanlage am Erlebnisspiel- und Rastplatz in Schwelentrup geplant.
„Schwelentrup zeigt einmal mehr, wie man durch engagierten Einsatz von Ehrenamtlichen bei der Akquise von Fördermitteln erfolgreich sein kann. Den Ehrenamtlichen Akteuren gilt unser Dank“, betont Borris Ortmeier Geschäftsführer der Lokalen Aktionsgruppe Nordlippe bei der Übergabe des Förderbescheides.

Bild: Diana Rieke und Borris Ortmeier vom Regionalmanagment der LAG Nordlippe mit Jens Kronsbein, Abteilungsdirektor der Bezirksregierung Detmold bei der Übergabe des Förderbescheids an Dr. Rudolf Diekmeier und Hartmut Pieper vom Verein Tiere im Dorf e. V. gemeinsam mit Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert und Barntrups Bürgermeister und stellvertretender LAG Vorsitzender Jürgen Schell.

Drums Alive TuS Spork / Wendlinghausen im Innovationszentrum Dörentrup

Leitgedanke:

Drums Alive® nutzt Rhythmus als Quelle der Inspiration. Um neue Fitness-Erfahrungen in der Gruppe zu entdecken, kombiniert es die Effekte herkömmlicher Fitness-Programme mit dem Nutzen von Musik und Rhythmus. Drums Alive® ist ein Programm, dass eine gesunde Ausgeglichenheit fördert: physisch, mental, emotional und sozial. Gleichzeitig ermöglicht es, das Element Spaß und kreativen Ausdruck einzubauen.

Das Ziel:

Das von Drums Alive® ist es, Lebensqualität physisch und psychisch zu verbessern mit Hilfe eines einzigartigen senso-motorischen Trommel-Programms, das nur den Einsatz von Sticks, einem Gymnastik-Ball und Musik erfordert. Vorrangiges Ziel des Drums Alive® Programmes ist die Entstehung eines „ganzheitlichen Geist- und Körpergefühls“ für alle Teilnehmer. Unser Anspruch für sämtliche unserer Programme ist es, den Bedürfnissen verschiedenster Teilnehmergruppen gerecht zu werden. www.tus-spork-w.de

Veranstaltungen im ersten Quartal 2019

Für das neue Quartal 2019 hat das Innovationszentrum wieder vielfältige Veranstaltungen zusammengestellt. Unterschiedliche Zielgruppen von Jung bis Alt können in der zweiten Jahreshälfte die Angebote wahrnehmen. Von der NaTourErlebnisführung, über Digitalisierung bis hin zu Modernisierung der eigenen vier Wände sollte für jeden etwas dabei sein. Genauere Informationen erhalten Sie in unserem aktuellen Veranstaltungsflyer2019 oder unter der Rubrik Veranstaltungen.

„Smart Energy Experience“ – Innovationszentrum Dörentrup lädt Schüler zum Experimentieren ein

Welche Verbraucher benötigen wie viel Energie und wie funktioniert eine Photovoltaikanlage? Diesen und weiteren Fragen können Schüler demnächst selbständig bei „Smart Energy Experience“ auf den Grund gehen. Das Angebot soll technisch-physikalische Grundprinzipien der Energiewandlung und -bereitstellung näherbringen: Anhand von verschiedenen Problemstellungen können Schüler selbstständig experimentieren. Dabei werden Begriffe wie Energie, Leistung oder Wirkungsgrad praxisnah erläutert und veranschaulicht. Ins Leben gerufen hat das Projekt das Zukunftsbüro des Kreises Lippe im Innovationszentrum Dörentrup zusammen mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe. „Uns ist es wichtig, dass Schüler schon früh für naturwissenschaftliche Themen und Arbeitsfelder sensibilisiert werden. ‚Smart Energy Experience‘ bietet die Möglichkeit, MINT-Bereiche einfach und spielerisch in den Schulalltag zu integrieren“, beschreibt Prof. Dr. Ing. Thomas Schulte von der Hochschule Ostwestfalen Lippe seine Motivation.

 Auf Grundlage aktueller Entwicklungen der Energieerzeugung und -speicherung stehen drei selbstentwickelte Experimente zu den Themen Energieressourcen und -daten, Photovoltaik sowie Wasserstoff-Speicherung bei „Smart Energy Experience“ zur Verfügung. Als Begleitmaterial haben die Kooperationspartner in Zusammenarbeit mit Martin Emrich von der Werbeagentur „Büro für Design“ ein sogenanntes Workbook entwickelt: In einem von Andi Wolff konzipierten und illustrierten Comic wird erklärt, warum die Nutzung erneuerbarer Energien immer wichtiger wird, außerdem sind hier auch die Experimente und der Versuchsaufbau beschrieben. In den Experimenten erfahren die Schüler, welche Wirkungen erneuerbare Energien auf das elektrische Netz haben und wie diese im Vergleich zu konventioneller Energiebereitstellung zu bewerten sind. „Schulklassen können sich schon jetzt bei uns ab der achten Klasse melden, um im nächstem Jahr die Experimente auszuprobieren“ erläutert Karen Zereike vom Zukunftsbüro des Kreises Lippe. Auf Wunsch können die Klassen auch die Biogasanlage und Photovoltaikanlage vor Ort mit einer Führung besuchen.

 „Smart Energy Experience“ ist ein Projekt des EU-Förderprogramms LEADER und wird zu 65 Prozent durch Fördermittel finanziert. Das Projekt ist Bestandteil der lokalen Entwicklungsstrategie der LEADER-Region Nordlippe. Außerdem wurde die Projektakquise im Rahmen des EFRE-Projekts „Klimaschutz, Energie und Bauen im Industrie 4.0 Umfeld“ unterstützt. Es ist ebenfalls Bestandteil des „Dezentralen Labors OWL“, das eine Vielzahl weiterer Angebote beinhaltet und zum integrierten Handlungskonzept OWL 4.0 gehört.

 Für weitere Informationen sowie Terminvereinbarungen steht Karen Zereike im Innovationszentrum in Dörentrup unter 05231/62-1045 oder k.zereike@kreis-lippe.de zur Verfügung. Das Angebot ist für Schulklassen kostenlos. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es im Internet unter www.innovation-landlab.de.  

 BUZ: Laden Schulklassen ein, Experimente rund um das Thema Energie auszuprobieren: Rainer Kammler, Thomas Pawlik und Martin Griese (Hochschule Ostwestfalen Lippe), Andi Wolff und Martin Emrich (hinten von links) sowie sitzend: Borris Ortmeier (Geschäftsführer Lokale Aktionsgruppe Nordlippe e.V.) und Karen Zereike (von links). Foto: Kreis Lippe

 

 

Smart Country Side – Schult Multiplikatoren für die Dorfwebsiten

Am 4.12 haben sich über 40 Personen aus den Modelldörfern Bremke/Rott, Silixen/Kükenbruch, Eschenbruch und Lemgo-Süd für die Erstellungen und Einpflege von Inhalten der Dorfwebsiten schulen lassen. In den Schulung haben die Multiplikatoren durch Herrn Tamanini und Frau Klohe vom Fraunhofer IESE gelernt, wie man aktuelle Beiträge schreibt, Veranstaltungen veröffentlicht und wie Sie die Website auf Ihre Bedürfnisse anpassen können.

 

Weitere Schulungstermine folgen im Jahr 2019.

Extertal und Dörentrup sind Vorreiter

BUZ: Wollen zusammen die Kommunikationsplattform für ganz Dörentrup und Extertal bereitstellen: Dr. Klaus Schafmeister (Projektleiter Smart Country Side), Tekla Mefort (Projektmitarbeiterin), Monika Rehmert, Friedrich Ehlert, Karl-Heinz Kosberg (Vorsitzender Dorfgemeinschaft Bremke), Landrat Dr. Axel Lehmann, Ilsemarie Büscher (Vertreterin des Modelldorfes Kükenbruch) sowie Ann-Kathrin Habighorst (Projektmanagerin) und Heino Rinne. (v.l.)

Bild: Kreis Lippe

Smart Country Side schafft Kommunikationsplattform für weitere Dörfer

Die Gemeinden Dörentrup und Extertal erhalten als erste lippische Kommunen eine flächendeckende Versorgung mit einer Kommunikations-App. Landrat Dr. Axel Lehmann sieht in der Entwicklung Chancen für ganz Lippe: „Mit Hilfe der Gemeinden testen wir noch während der Projektphase, wie alltagstauglich die Plattform für verschiedene Dorfgemeinschaften ist. Von den Ergebnissen können dann auch weitere lippische Dörfer und Gemeinden profitieren. Dadurch kommen wir unserem Ziel aus dem Zukunftskonzept 2025, die Lebensqualität in Dörfern zu stärken, einen großen Schritt näher.“

In einem breit angelegten Partizipationsprozess konnten die Bewohner der Modelldörfer Bremke/Rott, Silixen/Kükenbruch und Bega im Zuge von Dorfkonferenzen ihre Ideen und Bedarfe äußern, wie digitale Lösungen das Leben auf dem Land verbessern können. Ein Wunsch von allen: Eine Kommunikationsplattform, um den Austausch im Dorf zu optimieren und Vereinen, Institutionen und Privatpersonen die Möglichkeit zu geben, sich datenschutzkonform über Belange des Dorfes zu verständigen. Die Kommunikations-plattform besteht dabei aus zwei Bausteinen: Einer Website, auf der Informationen über das Dorf beziehungsweise der Dörfer hinterlegt sind, und einer App, in der/mit der sich die Bürger untereinander austauschen können.

Während der Konferenzen war für Heino Rinne, erster Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Rott-Hagendorf-Nösingfeld, klar: „Dieser Prozess ist eine Chance nicht nur für ein Dorf, sondern für eine ganze Gemeinde, die genutzt werden muss. Mit unseren knapp 660 Einwohnern können wir nicht alleine eine eigene Kommunikations-plattform betreiben“. So entstand die Idee, die Plattform nicht nur für die bisherigen Modelldörfer anzubieten, sondern auf das gesamte Extertal auszuweiten.

Daraufhin suchte Rinne als Multiplikator der Modellorte Bremke und Rott das Gespräch mit Vertretern aus der Politik und der Gemeinde. Sein Vorhaben fand dabei Zuspruch. „Ich freue mich, dass jetzt schon weitere Dörfer von der Maßnahme profitieren können und wir uns damit als Modellgemeinde an einem solchen Prozess partizi-pieren können“, befürwortet Monika Rehmert, Bürgermeisterin von Extertal, das Vorhaben. Zudem weist Rehmert darauf hin, dass dies auch eine Möglichkeit sei, einen digitalen Kontakt zur Gemeinde aufzubauen: „Wir müssen mit der Zeit gehen und Informations- und Kommunikationstechnologie nutzen, um sich mit den Bürgern besser zu vernetzen“. Auch die Nachbargemeinde Dörentrup ist auf die Initiative von Rinne aufmerksam geworden. „Die Digitalisierung wird unser Leben fundamental verändern. Wir müssen die neuen Möglichkeiten dieser Technik nutzen, um auch im ländlichen Bereich zukunftsfähig zu sein“, zeigt Dörentrups Bürgermeister Friedrich Ehlert sein Interesse an einer flächendeckenden Variante.

Die Entwicklung des ländlichen Raums treibt auch die LEADER Region Nordlippe voran. Borris Ortmeier, Leadermanager, hat daher den Prozess von Anfang an mitbegleitet und ist von dem ehrenamtlichen Engagement begeistert: „Ich freue mich, dass jetzt zwei Gemeinden der LEADER Region Nordlippe als Modellgemeinde fungieren. Dies zeigt noch einmal wie wichtig es ist, vorhandene Synergien zu bündeln.“

Die Kommunikationsplattform bietet den Nutzern verschiedenste Anwendungsbereiche. „Das besondere an der App ist, dass sich jeder Bürger individuell seine ‚Empfangsstärke‘ der Neuigkeiten aus der Gemeinde beziehungsweise aus den Dörfern einstellen kann. So kann jeder selbst entscheiden, ob er nur auf Dorfebene oder darüber hinaus mitdiskutieren möchte“, teilt Willi Schirrmacher, Vorstand des Heimatvereins Silixen, mit. 

Interessierte Bürger können sich über die Kommunikationsplattform sowie über die weiteren Schritte im kommenden Jahr informieren. Am Dienstag, 8. Januar, findet ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus GH in Silixen eine Infoveranstaltung statt. Einen Tag später, ebenfalls um 19 Uhr wird in Dörentrup im Innovationszentrum ein Termin angeboten.

Smart Country Side ist ein mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) gefördertes Kooperationsprojekt der Kreise Lippe und Höxter und eines von zehn Projekten des Handlungskonzeptes „OWL 4.0“. Zusammen wollen die Akteure die digitale Transformation in Ostwestfalen-Lippe voranbringen und die Zukunftschancen der Region sichern. Weitere Informationen unter www.owl-morgen.de