Europa konkret

Die Europäische Union steht für viele in erster Linie für bürokratische Hürden und undurchsichtige Behördenstrukturen. Aber Europa ist ein Erfolgsmodell und das gerade für den ländlichen Raum.
Die Europäische Union stärkt durch diverse Förderprogramme gezielt und systematisch den ländlichen Raum und gibt so wichtige Impulse für die ländliche Entwicklung. Unter Federführung der LEADER Region Nordlippe wurde über konkrete Projekte informiert, die mithilfe von EU-Mitteln umgesetzt werden konnten.

Borris Ortmeier, Geschäftsführer der LEADER Region Nordlippe, moderierte den Abend. Er machte dabei die Vorzüge der EU deutlich und verwies auf unzählige Erfolge der europäischen Zusammenarbeit. Die Veranstaltung fand im Innovationszentrum Dörentrup statt. Hier sind diverse Projekte mit einem direkten Europabezug beheimatet.

„Wir haben uns gedacht, dass gerade in der Zeit vor einer wichtigen Wahl wie der zum Europäischen Parlament deutlich werden muss, was uns Europa vor Ort bringt und welchen Bezug wir direkt zu Europa haben“, betonte Borris Ortmeier auf dessen Initiative die Veranstaltung stattfand.

Neben Projekten aus der LEADER-Region Nordlippe stellte auch das Zukunftsbüro des Kreises Lippe EU-Projekte vor. Projektleitern Ann-Kathrin Habighorst informierte über die bisherigen Erfolge des Projektes Smart Country Side, welches die Kreise Lippe und Höxter gemeinsam durchführen. Im Projekt geht es darum, Digitalisierung im ländlichen Raum zu nutzen.

Thekla Merford, ebenfalls vom Zukunftsbüro des Kreises Lippe informierte über die Ansätze des Projektes Feedback, welches mit sieben Partner aus sieben unterschiedlichen EU-Ländern umgesetzt wird. Im Projekt geht es darum, mittels spielerischer Aspekte und einem interaktiven Wettbewerb die Nutzer zu einem effizienteren und ressourcenschonenderen Energieverbrauch zu bringen.

Borris Ortmeier stellte einige der aktuell laufenden LEADER-Projekte der Region Nordlippe vor. Die Region Nordlippe, die aus der Stadt Barntrup und den Gemeinden Dörentrup, Extertal und Kalletal besteht, kann in der aktuellen EU-Förderperiode Projekte mit mehr als zwei Millionen Euro unterstützen. „Bei den Projekten zeigt sich die Vielfältigkeit der Region. Wir fördern neben konkreten Personalstellen, die Erstellung von Zukunftskonzepten bis hin zum Bau von Gemeinschafts- und Naherholungseinrichtungen“, betonte Ortmeier.

Den Abschluss gestaltete Dr. Sabine Weck in dem sie das Projekt Relocal des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsplanung aus Dortmund vorstellte. Im Rahmen des Projektes werden aktuell laufende Förderprojekte in der EU begleitet. Es wird untersucht, ob durch verstärkte Bürgerbeteiligung die Förderpolitik der EU auch in Zukunft noch effektiver aufgebaut werden kann.